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F3Y Brand in Sondergebäuden Menschenleben in Gefahr

14.04.2026 15:46 Brand

14.04.2026: Großbrand in einem Werkstattgebäude in den Ihringshäuser Straße mit starker Rauchentwicklung.

Am Dienstavormittag um kurz nach 10 Uhr wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr Kassel zu einer Rauchentwicklung in einem Werkstattgebäude in der Ihringshäuser Straße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine große schwarze Rauchsäule sichtbar und es wurde den anrückenden Kräften mitgeteilt, dass ggf. noch Personen im Gebäude zu retten sind.

Vor Ort befand sich ein Teil des ca. 400 Quadratmeter großen Werkstatt‐ und Verwaltungsgebäude bereits im Vollbrand. Die schnelle Brandausbreitung konnte durch die eintreffenden Kräfte zu Beginn auch aufgrund von starken Winden und eingeschränkter Löschwasserversorgung nur schwer bekämpft werden, sodass sich das Feuer auf die beiden benachbarten Brandabschnitte ausbreitete.

Bereits auf der Anfahrt wurde das Alarmstichwort erhöht und es wurden umfassend Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis nachalarmiert. Mit insgesamt rund 180 Einsatzkräften der Feuerwehren und rund 60 Einsatzkräften des Rettungs‐, Sanitäts‐ und Betreuungsdienstes wurde über mehrere Stunden dafür gekämpft, dass sich der Brand nicht auf benachbarte Firmengebäude sowie den letzten Teil der Halle, der noch nicht betroffen war, ausgebreitet hat. Dies ist Dank der großartigen Zusammenarbeit aller Kräfte vor Ort gelungen.

Die Einsatzkräfte mussten über lange Wegstrecken eine Wasserversorgung aus der Ihringshäuser Straße und der Simmersäuser Straße sowie angrenzenden Löschwasserzisternen aufbauen, um effektiv über die Wenderohre der eingesetzten drei Drehleitern, den mobilen Wasserwerfer sowie fünf Strahlrohre im Innen‐ und Außenangriff Löschmaßnahmen durchführen zu können. Aus diesem Grund waren die Straßen über mehrere Stunden voll gesperrt.

Durch den Teileinsturz des Gebäudes musste – um alle Brandstellen und Glutnester erreichen zu können – ein Abrissbagger eingesetzt werden, der alle restlichen und einsturzgefährdeten Gebäudeteile abriss und die Brandstellen unter den Wellblechdachplatten freilegte.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die angrenzende Bevölkerung mittels der einschlägigen WarnApps gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messergebnisse aus angrenzenden Bereichen waren jedoch unbedenklich, sodass keine weitere Gefährdung bestand.

Während des Einsatzes klagten 30 Personen über Atembeschwerden und wurden vom Rettungsdienst gesichtet. Außerdem verletzten sich zwei Feuerwehrangehörige und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus transportiert. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Löschmaßnahmen an die Kriminalpolizei zur Ermittlung der Brandursache übergeben.

Einsatzart
Brand
Einsatzstart
14. April 2026 15:46
Mannschaftstärke
9
Einsatzdauer
6std
Fahrzeuge
Alarmierungsart
F3Y Brand in Sondergebäuden Menschenleben in Gefahr